EKiZ Graz
Bergmanngasse 10
8010 Graz
Tel: 0316/ 37 81 40
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Seit 1995 ist das Eltern-Kind-Zentrum Graz auch im Fortbildungssektor erfolgreich.
Die immer wieder gestellte Frage: "Ist das EKiZ nicht eher ein Platz für Eltern und ihre Babys?" ist rasch beantwortet. Ja, das EKiZ ist eine "Familieninsel" im Großstadtdschungel, und mit mehr als 10.000 Besuchen im Jahr und bis zu 40 Veranstaltungen in der Woche keine einsame!
Doch gerade deshalb, weil wir täglich mit den (schwangeren) Frauen und deren Wünschen für eine selbstbestimmte und familienorientierte Geburtshilfe arbeiten, schien es uns notwendig, als Verbindungsglied zu wirken und die Lücke zu füllen, die trotz vieler medizinischer Weiterentwicklungen in der Betreuung Schwangerer fehlten. Alternative Geburtspositionen, Aromatherapie, anthroposophische Medizin und Wassergeburtshilfe waren damals "neue" Themen im geburts-hilflichen Fortbildungsbereich.
Als Organisatorinnen der ersten österreichischen Akupunkturausbildung für Hebammen 1998 setzten wir auf eine Vision, die nun Wirklichkeit geworden ist - und uns in unserem Weitblick bestätigt und ermutigt. Endlich dürfen Hebammen akupunktieren!

In den vergangenen Kongressjahren referierten weit über 100 international anerkannte Fachleute (darunter M. Odent, I. M. Gaskin, F. Leboyer, Janet Balaskas, und aus dem deutschsprachigen Raum M. Marcovich, T. Dowling, A. Rockenschaub, W. Schiefenhövel, C. Enning, I. Stadelmann, L. Kuntner, H. Hemmerich, G. Eldering, E. Pichler um nur einige zu nennen) und besuchten an die 2000 vorwiegend Hebammen und Krankenschwestern aus Österreich und Deutschland die jährliche Veranstaltung.
Darüber hinaus organisieren wir seit Jahren Workshops - die Babymassage-leiterInnenausbildung, Aquatische Körperarbeit, Tiefenentspannung als Geburts-vorbereitung, sowie die Workshops mit Ina May Gaskin, sowohl in Graz als auch auf Wunsch vor Ort.

Diese vergangenen Jahre haben zu einer Vielzahl an Kooperationen geführt und ich war immer wieder erstaunt, welch großen Bedarf an Austausch und Vernetzung es unter den Hebammen gibt, vor allem unter jenen in der freien Praxis. Und von Jahr zu Jahr habe ich mehr tolle Hebammen (und GeburtshelferInnen) getroffen, von denen ich mir wünschte, ihre Kompetenz und Weisheit wären für ihre Kolleginnen, aber auch (und besonders) für Schwangere, leichter zugänglich.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Geburtshilfe, den ständig steigenden Sectioraten, der fachärztlich angekündigten Aufgabe der Kunst der vaginalen Entbindung von Beckenendlagen, und der Tatsache, dass nur wenige Geburten gänzlich ohne medizinische Interventionen geschehen, ist es höchste Zeit, neue Strategien der Ermutigung zu entwickeln und den Frauen aktuelle Orientierungshilfen anzubieten.

Viele Frauen sind verunsichert und haben das Vertrauen in die Gebärfähigkeit ihres Körpers verloren, obwohl in den vergangenen Jahren an den geburts-hilflichen Einrichtungen durchwegs positive Entwicklungen geschehen sind. Diese scheinbare Trendumkehr, die uns zugegebenermaßen einiges an Kopfzerbrechen bereitet, verlangt nach einer neuen Frage- und Aufgabenstellung.

Die "Ressourcenwerkstatt Geburt" ist eine Weiterentwicklung der Kongressreihe "Neue Wege in der Geburtshilfe und Wochenbettperiode" und anderer innovativer Fortbildungsangebote - gleichzeitig aber auch eine interaktive Plattform für Vernetzung, Austausch, Empowerment, politische Basisarbeit - gedacht für alle, die Frauen in dieser sensiblen Lebensphase begleiten und für die Frauen selbst. Ich lade Sie und ihre Institution ein, sich in diesen kreativen Prozess individuell einzubringen.

Ich freue mich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit, ein freudiges Wiedersehen oder spannendes Kennenlernen.

Ihre
Angelika Rodler
Obfrau des Eltern-Kind-Zentrums Graz
Ressourcenwerkstatt Geburt

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