Das gescheiteste Buch, das ich zu diesem
Thema je gelesen habe!
Welche Mutter kennt es nicht, dieses „Hin-und-Hergerissen-Sein“
zwischen dem Bedürfnis, möglichst viel Zeit mit ihrem/n Kind/ern
zu verbringen und es/sie höchstpersönlich und bestens zu versorgen
und dem gleichzeitigen Bedürfnis am „übrigen“ Leben
dennoch Anteil zu haben. Ob dieses Bedürfnis nun wirtschaftlicher Notwendigkeit
entspricht, oder persönlichen oder sozialen Erfordernissen, unterliegt
bereits einer (unterschwelligen) strengen Bewertung.
Meist wird allzu viel polarisiert zu diesem Thema. Während auf der einen
Seite „frauenfreundliche“ Ganztageskinderbetreuung als gendergerechtes
Allheilmittel gefordert wird, werden Mütter, welche die Möglichkeit
haben und wählen, Ihr/e Kind/er selbst zu betreuen mit dem „Heimchen“
- Image bedacht, und sehen sich dem mehr oder weniger deutlichen Vorwurf ausgesetzt,
emanzipatorischen
Bestrebungen in den Rücken zu fallen. Dazwischen liegt die ganze Bandbreite
alltäglicher Doppelt- und Dreifachbelastung der Frauen die gefordert
sind, alles „unter einen Hut“ zu bringen.
Daphne De Marneffe polarisiert nicht. Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch
- kein Schwarz und Weiß. Hier gibt es nur Gefühle, die wahrgenommen
werden dürfen und sollen, in der ganzen Bandbreite, die ein Frauenleben
mit sich bringt. Und dieses Wahrnehmen und Annehmen erklärt und entspannt
bereits eine Vielfalt von Konflikten, mit denen sich Frauen heute konfrontiert
sehen.
Das Lesen dieses Buches ist eine Wohltat, ein oftmaliges „Genauso ist
es!“ entfuhr mir beim Lesen…
Ein Buch, das ich allen Frauen, egal in welcher Lebenslage; nur wärmstens
empfehlen kann!
....................................................................................................Bruni
Feier-Ambroschütz