Mehr als ein Viertel aller Frauen in Österreich
können oder wollen derzeit nicht mehr auf natürlichem Wege gebären.
Die euphorische, zumindest aber verharmlosende Berichterstattung der Presse
über die Wunsch- und sonstigen Kaiserschnitte von Promimüttern uns
-vätern ist fast täglich präsent. Kein Wunder, dass moderne
junge Frauen sich fragen, ob die Unberechenbarkeit und der Schmerz einer vaginalen
Geburt noch dafürsteht.
Für Claudia Oblasser war es nach ihrer ungeplanten Kaiserschnittgeburt
und den (sichtbaren) Folgen daraus wichtig zu erfahren, wie andere Kaiserschnittmütter
ihre Geburt erlebt haben, was sie darüber nachträglich denken und
wie ihre weiteren Schwangerschaften verlaufen sind. Vor allem aber wollte
sie auch zeigen, wie die Narben aussehen. Also motivierte sie ihre Freundin
und Fotografin, Bilder von 60 Frauen nach Kaiserschnitten zu machen, sammelte
Erfahrungen von 162 Kaiserschnittmüttern und Beiträge vieler ExpertInnen.
Ihre eigenen, spritzig und klug formulierten Übergänge, Recherchen
zur Geschichte der Kaiserschnittes und die kommentierten Zeitungszitate sind
erfrischend zu lesen.
Herausgekommen ist dabei ein längst fälliges Buch mit objektiven
Infos, offenen Aussagen betroffener Frauen und eindrucksvollen Bildern, die
ohne zu ängstigen oder zu beschönigen helfen können, sich eine
eigene Meinung zu bilden.
Den Autorinnen und der Fotografi n sei für die Umsetzung dieser Idee
gedankt!
......................................................................................................................Angelika
Rodler
Das Buch ist in der edition riedenburg,
2007 erschienen.